Liebe Leserin, lieber Leser,
dass wir saubere Atemluft benötigen, ist uns allen klar, dennoch wird diese Tatsache häufig gegen Kosten oder Bequemlichkeit abgewogen: Wie weitreichend müssen Industrieabgase gereinigt werden? Kann auf ausgasende Additive bei Möbeln wirklich verzichtet werden? Wie schlimm ist eine kurze Fahrt zum Bäcker mit dem Auto? Den genannten Alltagsbeispielen gemeinsam ist, dass sie relevante Quellen für die Carbonyl-Belastung der Atemluft darstellen.
Carbonylverbindungen sind in den Medien nicht so präsent wie Stickoxide und Kohlenwasserstoffe, gehören jedoch zu den ernst zu nehmenden chemischen Gefahren in der Atemluft. Einige der am häufigsten als Luftschadstoff anzutreffenden Carbonylverbindungen wie Formaldehyd und Acrolein werden mit Atemwegserkrankungen, Autoimmunkrankheiten oder sogar Krebs in Verbindung gebracht.
Die Überwachung von Carbonylemissionen ist also eine wichtige Aufgabe und erfolgt nach dem sogenannten DNPH-Verfahren, das in der DIN ISO-Norm 16000-3 beschrieben ist.
Wir zeigen die Optimierung der Bestimmungsmethode und stellen unser HPLC-System für die Bestimmung von DNPH-Carbonyl-Derivaten vor.